Landschaftsputz

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Am Samstag, den 01. April 2017
findet der diesjährige Landschaftsputz in unserer Gemeinde statt.
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Chronik

Die 747 seitige Chronik über Basdahl

»Die Geschichte der Dörfer, der Höfe und ihrer Familien«
Diese 747 seitige Chronik kann bei der Volksbank Basdahl erworben werden.

Bürgerinfo

Das Gemeindebüro in der Bremerhavener Straße 2
hat Montags von 17.15 - 18.00 Uhr für Sie geöffnet.

Traditionen in Basdahl

Jedes Dorf oder jede Stadt hat so seine Traditionen, und auf diesen Seiten möchte wir Ihnen die Basdahler ein wenig vorstellen.

 

》 Schafbock Hanniball

"Schafbock wiegen" eine Tradition seit über 40 Jahren

Wie alles begann und weiter geht, erfahrt Ihr in seinem Lebenslauf!

Nun also viel Spaß beim Nachlesen und gucken von Schafbock Hanniball sein Leben.

Lebenslauf von Hanniball:

Teil 1

Lebenslauf von Hanniball (Teil 1)

Am 17. September 1961 war es soweit, auf dem Eulenberg bei Georg und Gesine Thobaben da wurde Silberhochzeit gefeiert. Es war bei den Vorbereitungen und Kranzbinden, unsere Köchin Anna Wrieden machte uns einen tollen Vorschlag.

Im Moor da feiern die Leute gut, die haben ihren Spaß an einem ausgestopften Schafbock der wandert von einer Silberhochzeit zur anderen.

Die Frauen waren voll begeistert und bekamen Lust. Anna Wrieden, Mariechen Seba, Tine Pape, Mimi Kühlewind, Hanna Meyer, Hermine Miladinovic und Gerda Riggers. Harry Schulz ein Verwandter aus Hamburg half uns bei unserem Vorhaben. Unsere Männer hatten keine Zeit, mußten Karten spielen und Köm und Bier probieren.

Die Planung war zu Ende. Nun ging es ans Werk. Anna Wrieden kletterte die Leiter hoch, auf den Heuboden, besorgte Heu für die Innereien. Gerda suchte in der Scheune einen Kartoffelsack. Mimmi Kühlewind war flink zur Stell und stiftete für den Bock das Fell (ihren Bettvorleger).

Die Arbeit war in vollem Gange. Harry machte uns Beine aus Holz und befestigte sie an einem ausgestopften Heusack, schon war der Rohbau fertig.

Es wurde das Fell rübergezogen, Schwanz, Kopf geformt und angenäht. Augen, Ohren, Mund und Nase wurden angebracht nun war das gute Stück fertig und wir hatten unseren Spaß.

Am nächsten Tag er mit nach Oerding auf den Saal. Um 12.00 Uhr Mitternacht wurde er vorgestellt. Anna Wrieden voran und alle hinterher. Nach Ende der Hochzeit wurde der Schafbock zum nächsten Silberpaar gebracht einige freuten sich andere wollten ihn nicht haben.

Die ersten Jahre ging es mit voller Musik zum nächsten Paar, es waren Hanna und Willi Kalkstein am 12.12.1961 da wurden einige eingeschenkt die Musik spielte noch einen auf und alle gingen vergnügt und zufrieden nach Haus.

Es wurde eingeführt, der Schafbock muß gewogen werden, Freunde und Nachbarn wurden eingeladen zum Schafbock wiegen, das geschah meistens bei Herta Kahrs auf dem Bahnhof,
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die Wiegekarte wurde ihm um den Hals gehängt. Ein jeder wollte gut gefüttert haben.

Der Schafbock wurde mit der Zeit etwas wackelig auf den Beinen und der Wurm war in seinem Fell. So wurde bei Peters auf dem Neuen Lande am 14.10.1980 ein neuer Schafbock gemacht. Der alte wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt.. Mit den Jahren behängte man Ihn mit so vielen Sachen, das man kaum noch einen Schafbock erkennen kann.

Teil 2

Lebenslauf von Hannibal (Teil 2)

Silberhochzeit von
Hans-Hermann und Hannelore Meier (20.10.2001)


In der Nacht vom 10. auf den 11 September wurde uns der Schafbock von der vorherigen Silberhochzeit mit "Gesang und Juchhe" gebracht. Vor dem Umtrunk mußte die Girlande vor der Haustür befestigt werden, was sich als sehr schwierig heraus stellte, da der Alkoholspiegel ziemlich erhöht war.

Da die Zeit zu unserer Silberhochzeit nicht allzu lang war, schafften es aber trotzdem die Feuerwehr Kameraden der Gruppe 3 und die "rasenden Emmas". Heike Bohling, Lilo Hilken, Ursel Lindner, Renate Oelkers und Sieglinde Burfeid den Schafbock zu füttern.

Am 13. Oktober kamen dann die fleißigen Helfer vom Knochenhauerring zum Girlande binden. Die Männer holten die Tannen. Nachdem sich alle gestärkt hatten, gingen sie mit dem Schafbock zur Viehwaage zum Wiegen und die Frauen fertigten in der Zeit die Girlanden an, was Ihnen schnell gelang.

Leider konnte der Schafbock wegen bauliche Maßnahmen nicht zu Helmut und Rita Ratje gebracht werden. So wurde er dann eine Woche später nachdem die Girlande abgenommen war, in Vertretung zu Jochen und Annegret Opitz gebracht, die dann im November 2002 Ihre Silberne Hochzeit haben.

Silberhochzeit von
Helmut und Rita Rathje (28.09.2002)

Im Sommer 2002 haben die Kluster Nachbarn Hanniball an uns überführt.

Nach dem Kranzbinden am 22. September 2002 ist Hanniball mit allen Kranzbindern auf der LKW-Waage der Stader Saatzucht gewogen worden.

Während unserer Silberhochzeitsfeier am 28. September 2002 wurde dann Hanniball vom Bockführer Silvano Ziegler und den Nachbarn an Jochen und Annegret Opitz übergeben.

Silberhochzeit von
Jochen und Annegret Opitz (25.11.2002)

Im Oktober 2001 kam der Schafbock das erste mal zu uns. Mit einem Umtrunk wurde er bei uns aufgenommen. Im August 2002 haben unsere Nachbarn ihn dann an Helmut und Rita überführt, da ja diese beiden das nächste Silberpaar waren. Er wurde ordentlich gefüttert (begossen) um die Zeit bis zur Hochzeitsfeier durch zu stehen.

Am 28. September kehrte er dann wieder in den Kluster Hof zurück. Diesmal blieb er gleich hier. Am 17. November war Kranzbinden angesagt und kontrolliert, ob am Schafbock noch alles dran war.

Am 22.11.02 wurden die Girlanden aufgehängt und geschmückt. Die Nachbarn waren mit Eifer dabei. Danach wurde eine gemütliche Tischrunde eröffnet. Es wurde erzählt, gelacht, getrunken und zum Schluß noch getanzt. Am 24. fand die Hochzeitsfeier statt. Ein letztes Mal, drehte Hanniball die Runde auf dem Saal im Kluster Hof mit den Nachbarn, um am frühen Morgen Überzusiedeln nach Klaus und Irma Michaelis.

Teil 3

Lebenslauf von Hanniball (Teil 3)

Silberhochzeit von
Klaus und Irma Michaelis (21.04.2003)


Am 25 November 2002 um 3.00 Uhr wurden wir von Jochen und Annegret Opitz mit einigen ihrer Hochzeitsgästen geweckt. Sie brachten uns den Schafbock und hingen die Girlande um die Tür. Wir saßen noch Gemütlich im Casino um noch etwas zu verzehren.

Wir schmückten den Schafbock beim Girlanden binden mit einem Hufeisen, am Tag vor unserer Hochzeitsfeier.

Unser Nachbar Mikka Mäentaust führte den Bock um Mitternacht auf den Saal.

Am Morgen ca. 3.30 Uhr brachten wir und ca. 30 unserer Gäste den Bock nach Anita und Uwe Vogel die uns gut bewirtet haben!

Silberhochzeit von
Erhard und Renate Hartig (16.08.2003)


Bei uns legte Hanniball nur einen kurzen Zwischenstop ein. Unsere Silberhochzeit wurde in unserer Scheune rustikal gefeiert.

Jutta Greth hatte ihn von Vogel abgeholt und brachte ihn um ca. 23.00 Uhr überraschend herein. Um 6.20 Uhr wurde der Bock mit einigen Gästen und einer Musikanlage ein Haus weiter zu Hildebrandt gebracht. Nachdem wir das ganze Haus geweckt hatten wurde er von Ilse und Klaus dankbar aufgenommen.

Silberhochzeit von
Klaus und Ilse Hildebrandt (13.09.2003)

Am 17 August morgens um 6.15 Uhr wurde der Bock von einer wilden Horde zu uns gebracht. Nach einem ausgedehnten Frühshoppen bekam der Bock einen Ehrenplatz in unserem Wohnzimmer. Dort wurde er 4 Wochen lang verwöhnt, bis er am 13. September von den Eulenberger Nachbarn auf Oerdings Saal geführt wurde. Um ca. 3.30 Uhr brachten ihn die letzten Hochzeitsgäste zu Annegret und Uwe Blume. Dort wurden wir schon freudig erwartet, und haben noch tüchtig einen verzehrt.

Teil 4

Lebenslauf von Hanniball (Teil 4)

Silberhochzeit von
Annegret und Uwe Blume (06.10.2003)

Am Sonntag den 14.9.2003 Klingelten Ilse und Klaus früh morgens mit Hanniball und ihren Gästen an der Tür. Den Eingang hatten sie schon mit einer Girlande verschönert. Ausgiebig haben wir Hanniball und seine Hirten mit Gerstensaft und Branntwein versorgt.

Unsere Nachbarn haben sich bis zur Hochzeitsfeier immer wieder nach dem Zustand von Hanniball überzeugt. Sie brachten ihn am Sonnabend den 11. Oktober 2003 um Mitternacht auf den "Rittersaal". Der junge Schafhirte Simon Brockmann hatte die Ehrenvolle Aufgabe, Hanniball an der Leine zu führen, hierzu empfing ihn die Musik schon an der Theke.

Nachdem unsere schöne Feier frühmorgens beendet war gingen wir mit Hanniball und unseren letzten Gästen zum Vize-Silberpaar Heike und Günther Bohling. Drei Musiker begleiteten uns ebenfalls und sorgten für richtige Stimmung. Bei Tanz und guter Bewirtung haben wir Hanniball zur weiteren Pflege an Heike und Günther übergeben.

Silberhochzeit (Hochzeitsreise) von
Heike und Günther Bohling 15. November bis 8.Dezember 2003

zünftige Feste

Wir hatten kaum das Haus verlassen, da faßte Marianne sich ein Herz und stieg bei uns in Keller ein um den Schafbock zu entwenden. Es war ein schwieriger Akt, da Sie an vielen Flaschen vorbei mußte, was nicht so ganz einfach war. Am nächsten Tag wurde er von seiner Last befreit und abgewrackt, es war sehr viel, was Hanniball alles mit sich rumschleppen mußte.

Er wurde von Marianne Oerding neu aufgemobbt, Gerda und ursel waren auch dabei. Mama schenkte ordentlich einen ein.

Auch eine Hochzeitsreise geht einmal zu ende, und die Überraschung mit Hanniball war eine von vielen Überraschungen. Haben Ihn ordentlich gefüttert und auch nicht verdursten lassen. Die Nachbarn, Eltern, Geschwister, Emmas und viele mehr sind alle Stolz auf Hanniball...

Hoffen das er noch viele Silberpaare Glück und Freude bringt

Es war alles Super!

Silberhochzeit (einmal anders) von
Johann und Birgit Steinberg Hoffete am 02.10.2005

Eigentlich sollte es keine große Feier geben. Nur wir zwei auf Hochzeitsreise in Spanien.

Tatsächlich hatten wir ca. 140 Gäste und zuvor ein langes schönes Wochenende an der Ostsee.

Die Feier die als Hoffest geplant wurde bedurfte vieler fleißiger Helfer, die schnell im Kreise der Familie gefunden wurden.

3 Tage vor dem Fest: Dauerregen, die allgemeine Stimmung ist etwas gedrückt, nur im Haus konnte vorbereitet werden.

2 Tage vor dem Fest: die Sonne lacht Hoffegen, putzen, aufräumen ist angesagt. 2 große Zelte wurden aufgebaut.

Tag vor dem Fest: Wieder Dauerregen und kalt, leichte Panik kommt auf. Einziger Lichtblick Superpizza von Helfried zum Mittag für die Helfer.

Das Fest: Der Wettergott hat ein Einsehen, die Sonne scheint 23 Grad, kaum Wolken, kein Wind - optimales Hoffestwetter- lauter gutgelaunte Gäste, guter Partyservice (Pfannenessen), ausreichende Getränke, ein einzigartiges Kuchenbuffet (Dank den Frauen aus der Nachbarschaft).

Alles hat gut geklappt. Wir werden viele gute Erinnerungen an diesen Tag haben

Tag nach dem Fest: Etwas aufräumen. Die Nachbarn kommen zum Resteverzehr. Hanniball bekommt ein neues Zuhaus auf dem Neuenlande bei Martina und Conni.

Teil 5

Lebenslauf von Hanniball (Teil 5)

Silberhochzeit von
Martina und Conny Reinecke (29.10.2005)

Am 3. Oktober 2005, Hanniball wurde noch erschöpft vom Tag zuvor, mit dem Auto gebracht, bis zu Ehlers Gartentor. Steinbergs fidele Nachbarschaft folgte per Rad.

War es doch zu uns ein langer Pfad.

Nach Überprüfung von Hanniballs neuem Zuhause, macht es bis zur nächsten Silberhochzeit bei uns eine Pause.

3 Wochen haben wir ihn gut gepflegt und nach unserer Silberhochzeitsfeier wird von Ihm ein neues Quartier belegt.

Bei Irmgard und Johann Thienken haben die Gäste Hanniball spät nachts dann übergeben, damit sie ihn in der nächsten Zeit gut pflegen.

Silberhochzeit von
Irmgard und Johann Thienken 12. November 2006 (Tag war 6.11.2006)

Bei Thienkens auf dem Boden musste ich lange stehn,
von den Nachbarn ließ sich keiner sehn.
Hunger und Durst hatte ich die ganze Zeit,
Der Bräutigam mit Adelheid und Dörthe haben mich befreit!
Nun hoffe ich bei Helga und Hermann auf Wohlergehn
laßt mich nicht solange trocken stehn.
Ich will Euch bei allen Silberhochzeiten
still und zufrieden begleiten.
Euer Schafbock noch viele Mal mit dem grünen "Werder-Schal"

Silberhochzeit von
Helga und Hermann Bohling 07.07.07

Am 12.11.2006 wurde Hanniball von der Silberhochzeit von Irmgard und Johann zu uns gebracht. Es war früh am Abend. Auch waren ein paar Oeser Frauen dabei.

"Gute Stimmung"

Gefüttert wurde er auch bei uns das erste Mal am 17. November 2006 nach dem Standesamt von Natascha und Jan Bohling. Nach unserer Feier bringen wir Hanniball zu Sabine und Rolf Christ.

Nun haben Sabine und Rolf die Aufgabe ihn gut zu pflege.

Silberhochzeit von Sabine und Rolf Christ

Gefüttert wurde Hanniball von der Vizegarde 2006/07 am 14.07.2007

Nun steh ich da und warte drauf
Scannen33endlich abgeholt vom nächsten paar!

Euer Schafbock Hanniball

Teil 6

Lebenslauf von Hanniball (Teil 6)

Aus dem Leben eines Silberhochzeits-Schafbocks

Mäh, Mäh, Mäh

Mein Name ist Hannibal, eigentlich Hannibal der Zweite.
Und das kam so. Jahrzehnte lang wurde in Basdahl jedem Paar, das Silberhochzeit feierte von dem Paar das vorher Silberhochzeit feierte
in der Nacht der Feier ein Schafbock nach Hause gebracht. Dieser Schafbock, mein Vorgänger Hannibal der Erste, wurde von dem Paar gepflegt und gehütet, verköstigt und versorgt und dann dem nächsten Paar weitergereicht. Vorher wurde das Gewicht überprüft und registriert.
Das diente natürlich zur Kontrolle, ob die Pflege Früchte getragen hatte.
Dann war es mit der Tradition jedoch vorbei. Irgend ein Paar hat meinen Namensvetter zu Grunde gehen lassen. Er war und blieb verschwunden und ist nicht wieder aufgetaucht und mit ihm sämtliche Einträge und Wiegekarten und damit hatte alles ein vorläufiges Ende.

Mäh, Mäh, Mäh

Im Jahre 2013 jedoch wurde ich zum Leben erweckt. Eine findige Dame hat mich aus einem Flokati erschaffen, mir ein paar Hörner aufgesetzt und seitdem war ich schon Gast bei mehreren Silberpaaren.

Die ersten waren Monika und Helmut, denen ich immer dankbar sein werde, denn sie haben mich richtig aufgepäppelt. Auf einem Hof, da lässt 's sich halt gut leben. Gewogen wurde ich allerdings auf einem Recyclinghof, wo mir dann Angst und Bange wurde, dass man mich vielleicht doch loswerden wollte.

Danach kam ich gleich in die Nachbarschaft zu Siggi und Andy, dort gab es immer frisches Gemüse. Das hab ich mir richtig schmecken lassen.

Mäh.

Anschließend ging's auf den Eulenberg zu Birgit und Volker. Das Leben auf dem Hof hat schon was für sich.
Schließlich kam ich jedoch in eine verruchte Gegend dieses Ortes, irgend etwas mit Reitplatz oder so. Da war mir das viel zu unruhig. Der einzige Lichtblick war ein Ausflug nach Bremen, denn dort wurde ich im Daimler-Benz Werk gewogen und welcher Bock kann so etwas schon von sich behaupten.
Ja und dann.

Mäh, Mäh, Mäh.

Nu bin ich hier. Vor circa 3 Wochen bin ich bei Daggi und Uwi gelandet.
Ja, das sind so zwei. Und der Uwe ist immer soo korrekt, bei dem muss alles seine Ordnung haben und Dagmar - man kann die Reden, da kommt mein gehörnter Schädel gar nicht so schnell mit. Aber lieb sind se und die Verpflegung war auch immer gut, nur der Oberhirte muss noch etwas üben.

Mäh.

Das fing am Donnerstag damit an, dass ich mit musste zum Tannen holen bevor ich gewogen wurde. Ich konnte mich gar nicht richtig von der blauen Frau verabschieden, die emsig schon mit dem Binden von 'nem Buchsbaumkranz angefangen hatte.
Es hieß aufsitzen auf diesen Minitrecker mit Minianhänger von Ewald und der Hirte hat mich hinterhergezogen. Wenn Niko nicht mit angepackt hätte, wäre ich wohl von der Straße abgekommen. Erst war 's ja noch angenehm auf der schönen glatten neuen Straße. Dann ging 's links ab über 'ne holprige Nebenstraße und dann noch 'nen Feldweg lang zu Schorsch Kück. Der hat schon mit seinem Köter auf uns gewartet. Das Vieh ist immer um mich rumgesprungen. Was soll man nun davon halten?
Die Tannen wurden aufgeladen und die Herrschaften haben sich ein schönes kühles Bier reingetan und was gab 's für mich - nur klebrige Tannenzapfen. Die Karotten hatte ich vorher schon alle verputzt.

Mäh, Mäh, Mäh.

Dann ging 's, diesmal zu Fuß – über die Straße – zur Kluste.
Dort saßen wir im Garten zwischen mindestens tausend Wespen,
aber ich habe ja ein dickes Fell. Hier habe ich auch endlich mal was zu saufen gekriegt, wenn 's auch nur warmes Wasser aus 'nem Hundenapf war. Die Nina hat einfach kein frisches Wasser bringen wollen.
Dafür hat sie meinen Begleitern einen Jägermeister nach dem andern serviert und schließlich wusste man bei Alex und seinem Sohn Flori nicht mehr wer hier eigentlich auf wen aufpasst. - Mäh.

Nach 'ner Weile kam endlich unser Silberuwe und hat mich erlöst. Doch vorher hat Jochen mich noch gewogen. Ich hab doch tatsächlich zugelegt. - Mäh

Dann ging 's zu Fuß zurück, da der Anhänger ja mit den Tannenzweigen schon voll war.
Und was sehe ich zuerst bei Dagmar und Uwe auf dem Hof – die blaue Frau sitzt genau so wie vorher und bindet ihren Buchsbaumkranz. Jetzt ist er fast fertig.
Es geht doch nichts über eine vertraute Umgebung.

Danach war ich schon ziemlich müde und ich hab mich bald in die Stube neben dem Kamin zur Ruhe begeben.
Mäh, Mäh, Mäh.

Aber gestern, man da war was los. Gäste sind angekommen und dann haben die doch glatt noch 'nen Ausflug nach Bremerhaven gemacht. Man haben die Nerven. Als sie zurück kamen war unser Uwe ganz grün im Gesicht. Irgend etwas ist ihm wohl nicht bekommen. Man hört ja, dass der letzte Schluck mit Buschi vom Vorabend nicht gut gewesen sein soll. Mäh.

Und abends, da ging 's richtig los.
Da wurd' dann der Kranz aufgehängt
Helke und Kerstin haben sich richtig angestrengt
Die Herzen wurden austariert und das Grün mit Tull drapiert.
Unter Dagmar und Uwes kritischem Blick
hing dann endlich das gute Stück.
Und das war noch nicht alles.
Dann kamen noch Nachbarn und Freunde und der Kegelclub und
haben den ganzen Garten versilbert.
Und die Emma fuhr mich stumm
um das ganze Volk herum.

Mäh, Mäh, Mäh.

Ja und nu', nu' sind se alle wieder da und haben Durst.
Vielleicht bringt Nina mir ja heute 'nen Eimer mit frischem Wasser
zuviel Alkohol soll ja auch gar nich' so gut sein.

Und passt bloß auf meinen Oberhirten auf,
denn eins ist sicher, ich bleib nicht hier.
Der bringt mich heut' Nacht noch in ein neues Quartier.
Vielleicht finde ich da ja 'n bißchen Ruhe und Trost
bei Christa und Gert mit Nachnamen Jost

Mäh, Mäh, Mäh.


Diese Gedanken des Schafbocks Hannibal II wurden mir anläßlich der Silberhochzeitsfeier von Dagmar und Uwe Bartenhagen am 08. August 2015 anvertraut und für die Veröffentlichung überlassen.
Für die Richtigkeit der Übersetzung kann ich keine Gewähr übernehmen.

Frank Burfeind (ehem. Schafbockbeauftragter bzw. Oberhirte)



» Bilder von Hanniball «



》 Pfingsten

Am Pfingstwochenende ist für die Jugend aus Basdahl "HARTE" Arbeit angesagt. Pfingstsamstag geht es am frühen Nachmittag in den Wald um die Pfingstbäume für die Neubürger, die Geschäfte und „Frisch Verheiratete“, zu schlagen. Nachdem diese mühselige Arbeit erledigt ist, werden die Pfingstbäume (Birken)  zu Oerding gefahren. Dort wartet der große Pfingstbaum (Tanne ca. 15-20 Meter), der am Dienstag vor Pfingsten aus den Wald "GESCHULTERT" geholt wurde, auf den gebundenen Kranz. Ist der Kranz um den Baum gebunden wird er nach guter alter Tradition mit Leitern und Bindebäume aufgestellt!

Ist diese "Leichte" Arbeit getan geht es an die richtig schwere Arbeit ! Das Stiefel trinken! (Dies ist ein Glas in Stiefelform mit ca. 2 Liter Inhalt, früher war es Bier jetzt wahrscheinlich Cola Springer) Ein Stiefel wird vor den ersten Schluck immer begrüßt und sich beim Ausgeber bedankt, mit:

"Wir danken uns bei XXXX und begrüßen den Stiefel mit ein dreifachen Zicke Zacke Zicke Zacke HOI HOI HOI, Zicke Zacke Zicke Zacke HOI HOI HOI, Zicke Zacke Zicke Zacke HOI HOI HOI!!!"

Dieser Stiefel muss von Mann zu Mann weiter gegeben werden. Vor dem Trinken muss man per Arm klopfen (erst den Ellbogen auf den Tisch hauen, dann die Faust und zum Schluss mit der flachen Hand gegen den Stiefel) den Stiefel begrüßen, danach darf es beim Trinken nicht im Stiefel blubbern. Gibt man den Stiefel weiter kommt vorher wieder das Tschüß sagen zum Stiefel (erst Ellbogen auf den Tisch hauen dann Faust und zum Schluss mit der flachen Hand gegen den Stiefel). Das blöde an der Sache ist das jeder Fehler in der Regel einen Stiefel kostet! Beim Stiefel trinken muss der den nächsten Stiefel bezahlen, der vor dem sitzt der den Stiefel ausgetrunken hat, das ist wichtig, denn so überlegt man ob man ihn selbst austrinkt oder der nächste es macht und man selbst den nächsten Stiefel bezahlen muss (Danke Andreas). Also aufgepasst wer neben Euch sitzt! Und habt Ihr ihn ausgetrunken vergesst nicht den Stiefel hinzulegen denn sonst ist auch ein neuer Stiefel fällig!! Nun das ist nüchtern schon nicht einfach, was glaubt Ihr wohl wie das ist wenn 3 Stiefel gleichzeitig unterwegs sind und der Alkoholpegel langsam steigt!

Zum Glück gibt es zur allgemeinen Stärkung bei Oerdings die besten Koteletts überhaupt!

Gegen 24.00 Uhr werden die Bäume vergeben. Das heißt das jedem Jungen ein Baum zugeteilt wird. Sprich Markus XX pflanzt mit Herbert YYY bei der zugezogenen  Familie ZZZ ein Baum usw. usw.

Gegen 1.00 Uhr ziehen alle Jungs mit Spaten und Baum (in der Regel zu Fuß) zu ihren nächtlichen Pflanzzielen. Dort wird der Baum, im besten Fall, spatentief  eingebuddelt und darauf gehofft. dass die Telekom oder sonst wer nicht gerade dort ein Kabel verlegt haben. Früher war es auch noch Pflicht nicht von den Grundstücksbesitzern erwischt zu werden ! Doch die Zeit hat sich geändert denn nun klingelt man neuerdings und sagt Bescheid. dass man den Baum jetzt pflanzt! (Bei uns war es 1.20 Uhr und unser Hund hat sich mächtig gefreut) So schlecht ist diese neue Sitte gar nicht. 1. bekommen die Pflanzer wahrscheinlich noch einen Drink und 2. kann der Bewohner sagen ob dort Kabel verlegt sind.

Sind alle Bäume in der Erde. geht es gegen 3.00 Uhr zum Frühtanz zu HAASE in Glinde! In den späten Morgenstunden fährt man von dort nach Hause, isst vielleicht noch Mittag wenn der Magen es zulässt, und macht sich frisch! Der größte Fehler den man jetzt machen kann ist, sich "KURZ" hinzulegen, denn dann besteht die große Gefahr (zu 99%) das man bis Montag durchpennt!

Gegen 14.00 Uhr sammelt man sich bei Oerding und fängt von dort aus an, von Baum

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zu Baum zu Wandern,

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und jeden mit 10 Liter Wasser zu begießen. Musik ist auch mit von der Partie.

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so dass man bei jeden Baum ein kleines Tänzchen machen kann! Von den Bewohnern gibt es aus Dank meist noch was zu trinken mit auf den Weg, oder Bares um diese Tradition erhalten zu können!

Der Abschluss ist immer am letzten Baum beim Kluster Hof. Dort ist dann auch im Schießstand noch ein wenig Tanzen und Trinken angesagt. bevor man dann endlich nach "Harter Arbeit" ins Bett darf! (Und bis Dienstag durchschläft)

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》 Erntedank

Alljährlich übertreffen sich einige Basdahler Bürgerinnen und Bürger mit dem Schmuck des Dorfplatzes in Basdahl zum Erntedankfest.
Früchte aus Feld und Garten werden liebevoll präsentiert und bieten ein Fotoobjekt für viele Durchreisende.

» Hier nun ein paar Eindrücke seit der Gründung des Erntedank-Club`s! «

》 Weihnachtsmarkt

Weihhout-Club Basdahl

Weihnachtsmarkt

Seit vielen Jahren erfreuen sich die Basdahler an den schönen Advents und Weihnachtsklängen des Posaunenchors auf den Dorfplatz in Basdahl.

Diese Veranstaltung wird seit 2013 von den Gemeindeansässigen Vereinen organisiert.
Der Erlös kommt den Ortsansässigen Vereinen und Einrichtungen zu gute.
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